| Der Super Shad Rap |
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Gummifische in verschiedenen Farben und Größen, einige Blinker, ein paar Spinner das schwere Wallerzeug wie Haken, Wirbel, Blei und Schwimmer. Normal fahre ich immer im Frühjahr nach Spanien an den Ebro, genauer gesagt nach Mequinenza. Doch dieses mal wollte ich zusammen mit einem Spezl im Herbst den Wallern und Zandern auf die Schuppen rücken. So saß ich bei mir im Keller und packte mein Tackle für die Tour ein, da wir mit dem Auto die Reise antreten wollten war der Platz natürlich etwas begrenzt. Da lagen noch ein paar Super Shad Rap´s rum und ich habe, keine Ahnung warum, sie mir gegriffen und in meiner Box verstaut. Angekommen in Spanien wollten wir als erstes im eigentlichen Ebro „ Fluss“ mit der Spinnrute losziehen, schon als wir über den Fluss fuhren zeigte sich das Übel. Kraut soweit das Auge reichte, an normales Spinnfischen war unter diesen Bedingungen natürlich nicht zu denken, nur an den Strömungskanten, Kehrwassern und tiefen Kollken konnten wir unsere Gummifische anbieten. Allgemein waren die Fangerfolge recht dürftig, wir hatten aber dennoch die ersten Tage immer zwei bis drei Fische am Tag was etwas über dem Durchschnitt der Bojen oder Pellets Angler lag. Es waren zwar nicht die Ebrobrummer aber der größte hatte dann doch 210 cm und wir fingen ihn beim Spinnfischen, was für ein Spaß. Nachdem wir drei Tage den Wallern per Boje nachgestellt hatten und wir „nur“ zwei Fische fangen konnten widmeten wir uns wieder ausschließlich dem Spinnfischen. Wir angelten schon den ganzen Morgen, auf den wenigen Kehrwassern und Kolken die dieser Flußabschnitt bietet ohne großen Erfolg, nur ein Zander nahm unseren für Waller gedachten Gummifisch. Wir ankerten in einem großen Kehrwasser und wollte Pause machen, jeder kennt es, man hat etwas Zeit, die Fische wollen nicht, da kramt man seine Box nach einem Köder mit der Göttlichen Eingabe durch. Mein Spezl nahm sich einen Super Shad Rap und band ihn ans Seil. Wirf mal da in die Lücke ans Ufer, lass ihn dann unter den überhängenden Baum treiben und führe in dann am Kraut vorbei. Sie wissen es, der Waller biß genau vor unserem Boot, noch eine Stunde danach musste ich mir anhören warum ich den Biß im klaren Wasser nicht gesehen habe, ich saß im Boot und machte gerade Brotzeit. Der Waller nutzte leider seine Chance im Drill und verschwand wir aber machten uns Gedanken über das Geschehene. Ich möchte fast sagen wir haben für uns einen vergessenen Wallerköder wieder entdeckt. Der Wobbler ist der einzige Kunstköder der auch aufsteigen kann, speziell der Super Shad Rap mit seiner Kompakten Form ist wie geschaffen für diese Angelei, der sehr agile Lauf betört nicht nur Hechte, Zander und Barsche, anscheinend finden auch die Waller diese Wobblerlegende zum anbeißen. Selbst die einzelnen Komponenten des SSR hielten den Attacken der Waller stand, einzig die Haken bogen sich bei den Drills auf Biegen und Brechen etwas auf, aber sie hielten! Speziell für die kleinen Stellen die nicht vom Kraut bedeckt waren war der SSR der optimale Köder, Punktgenaue Würfe in die Krautlücken, schnell den Wobbler auf Tiefe bringen und dann langsam das Spiel des SSR wirken lassen. Das kann auch ein Gummifisch oder Blinker können sie jetzt sagen, ja aber was jetzt kommt können diese beiden nicht, am Krautrand oder einem anderen Hindernis angekommen lässt man einfach den SSR zur Wasseroberfläche aufsteigen und ihn dann über das Hindernis schweben. Unter diesen Verhältnissen war der SSR ein unschlagbarer Spinnköder deshalb lautet mein Tipp: packen Sie sich einfach einige Wobbler ein. Und wenn es zum Spinnfischen auf Waller gehen soll, am besten die Super Shad Rap´s.
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