Produkte
Über Shimano
Service
News & Events
Händlerübersicht
Experten-Tipps
Newsletter
Home  > Experten-Tipps  > Persönliche Erfahrungen von ...  > Shimano Raubfischteam  > Jürgen Haese  > Der mit dem Dorsch tanzt: RAPALA „Deep Tail Dancer“
Der mit dem Dorsch tanzt: RAPALA „Deep Tail Dancer“
Dorsche werden mit Pilkern, Jigs oder Naturködern gefangen. So lernen wir es und so geben wir dieses Wissen weiter. Diese Methoden haben sich als zuverlässige Techniken in den Köpfen vieler Petrijünger festgesetzt. Was ist aber, wenn die Dorsche nicht mehr in großen Schwärmen zusammenstehen, sondern nur noch vereinzelt in Küstennähe patrouillieren? Was, wenn die Dickköpfe ihren Ruf als Grundfische ignorieren und den Heringen bis ins Freiwasser folgen?
Auf solche Konstellationen treffen wir an der Ostseeküste im Spätwinter und im Frühjahr. Ein gewisser Teil der Dorschbestände ist nicht in die Laichgründe gezogen und wird diese Periode küstennah verbringen. Dennoch sind die Bestände unter Land schwer gelichtet und wir werden nur mal hier und mal dort einen der Ostsee-Leoparden antreffen. Keine idealen Bedingungen, um gezielt mit dem Pilker anzugreifen. Vielmehr gilt es jetzt Strecke zu machen und die Dorsche zu suchen. Geschleppte Wobbler sind jetzt die Köder der Stunde.

Der RAPALA Deep Tail Dancer, 11 cm, genießt einen exzellenten Ruf als Hecht- und Zanderwobbler. Die Fähigkeit, in kürzester Zeit Tauchtiefen von 10 Metern und mehr zu erreichen, ist dafür wohl mitentscheidend - der quirlige, zittrige Lauf tut ein Übriges. Ideale Eigenschaften, um auch den Ostsee-Dorschen erfolgreich auf die Schuppen zu rücken.

Zur genannten Jahreszeit stehen die Dorsche nicht zwangsläufig am Grund. Gerade die größeren Exemplare sind jetzt regelmäßig im Freiwasser zu finden und attackieren einen mundgerecht angebotenen Köder eher als einen grundnah präsentierten Verführer. Die Fische sind nicht selten weit verteilt und immer wieder muss man größere Strecken zurücklegen, um auf den nächsten beißwilligen Dorsch zu stoßen. Mit Pilkern oder Jigs hat man unter diese Bedingungen ganz schlechte Karten. Die Auswertung von GPS-Daten brachte uns weitere Erkenntnisse: Die Bisse erfolgen mit erstaunlicher Präzision auf derselben Tiefenlinie, aber nur sehr selten an den gleichen Stellen. „Testfahrten“ außerhalb der Beißzone runden das Bild ab. Sowohl in seichteren als auch in deutlich tieferen Bereichen bleiben die Bisse aus bzw. nehmen rapide ab. Die anglerischen Konsequenzen lauten: Wer die Dorsche gefunden hat tut gut daran, auf der entsprechenden Tiefenlinie alle Register zu ziehen. Es bringt nicht sehr viel „das Spiel in die Breite zu ziehen“. Strecke machen und den Fisch suchen lautet die Erfolgsdevise. Gleichwohl sind kurvenreiche Fahrten, in denen die „Red Zone“ wechselweise mal von links und mal von rechts angesteuert wird, Erfolg versprechender als monotones Schippern auf einer geraden Linie.

Niemandem bleibt es erspart eine ausreichende Auswahl an unterschiedliche Farben mitzuführen. Da die Dorsche mitunter doch recht launisch reagieren, gilt es das ganze Spektrum abzudecken. Im häufig sehr klaren Ostseewasser sind Naturdekors Pflicht. In trüber Brühe trumpfen grelle Schockfarben.

Schleppfischen auf Dorsche erfordert robustes Material. 2,70 m lange Spinnruten mit einem kräftigen Rückgrat und einem Wurfgewicht um die 100 Gramm sind ideale Begleiter. Multirollen erleichtern das Köderhandling, sind aber kein Muss. Wer sich für die stationäre Version entscheidet kann nur solider Qualität vertrauen. Die tief laufenden Wobbler bauen einiges an Druck auf und Dorsche im Drill setzen gerne ihr gesamtes Körpergewicht ein.
Geflochtene Schnüre bieten einen besseren Köderkontakt. Über die Dehnung monofiler Leinen freut man sich, wenn mal ein Silberbarren eingestiegen ist. Letztlich ist es die Entscheidung des Anglers, der in beiden Fällen mit Tragkräften um die 10 Kilo gut bedient ist.

Ein kräftiges „Petri Heil“ wünscht Euch

Jürgen Haese
Corporate Cycling Fishing Other
© 2009 Shimano, Inc. ALL RIGHTS RESERVED